Die E(li)ssenz des Anfangens
In 2 Tagen mit dem Fahrrad um den Bodensee.
Ohne Vorbereitung.
Um ehrlich zu sein, hatte ich mit dem Fahrrad fahren nie wirklich viel zu tun. Ich habe mich sogar vor dem Fahrradführerschein in der Grundschule gedrückt. Was bietet sich also als erstes Abenteuer besseres an, als alte Laster zu konfrontieren? Man muss ja nicht direkt auf eine unbekannte Insel fliegen.
Mit Ende zwanzig steckte ich eh schon in der Quarter Life Crisis, da würde sich ein Gravelbike doch ganz gut ergänzen. Nach einem Besuch des nächstgelegenen, örtlichen Fahrradladen habe ich mich mit allem nötigen eingedeckt.
Eine erste und letzte Fahrradfahr-Lernstunde gab es von einem engen Freund.
Die Routenplanung gestaltete ich rudimentär, immerhin gibt es ja einen Radweg um den Bodensee, was kann also schon schiefgehen (oder…? ODER?).
Ohne Vorbereitung machte ich mich also auf für meine erste Herausforderung: In zwei Tagen einmal mit dem Rad um den Bodensee.
Aller Anfang ist schwer
(hätte ja niemand ahnen können)
Die E(li)ssenz des Anfangens
Hätte mir jemand gesagt, dass es ganz schön hart wird, ohne Vorbereitung 260 Kilometer mit dem Rad zu fahren, hätte ich ihm, naja, geglaubt. Wieso ich es trotzdem gemacht, ist selbst mir noch ein Rätsel.
But guys, here we are. Es war eine Erfahrung fürs Leben und der Start für weitere Abenteuer.
Und ganz ohne Sarkasmus: sich so aus der Komfortzone zu begeben, macht etwas mit einem. Es erfüllt einen mit Stolz, Glück und Confidence.
Für einige wäre diese Tour sicher nicht hart gewesen. Für andere wie mich schon.
Dem einen fällt es schwer, mal ein neues Restaurant allein zu besuchen, dem anderen fällt schwer, eine Rede vor vielen Menschen zu halten.
Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Fang an. Mach etwas, das außerhalb deiner persönlichen Komfortzone liegt. Dass sich das anfangs richtig kacke anfühlt, ist normal. Soll es ja auch. Aber danach hast du ein besseres Gefühl, eine Erfahrung fürs Leben und ein stärkeres Selbstbewusstsein.
